Gefahren des Tabakkonsums

Zahlen und Fakten

Im Jahr 2005 waren 26,5 % der Erwachsenen (mehr Männer als Frauen) und 33 % der Jugendlichen Raucher. Die Anzahl der Raucher sinkt seit 20 Jahren, aber jedes Jahr gibt es noch um die 70.000 Todesfälle die durch Rauchen verursacht werden. 6.000 hiervon betreffen Passivraucher. Laut Stop Tabac, die Ursache wäre der Rauch mit seinen 4.000 chemischen Substanzen, von denen 60 krebserregend sind.

81 % der Raucher sind jünger als 35 Jahre, hier sieht man die Verteilung der Raucher nach Altersgruppen:

Tabakkonsum nach Alter

Quelle: Statista, 2010

Aktives Rauchen

Obwohl die meisten Folgen des Tabakkonsums weitestgehend bekannt sind, ist der Anteil an Rauchern noch recht hoch. Hier ist eine unvollständige Liste der Krankheiten, die durch Rauchen verursacht werden können:

  • Krebs: Lunge, Hals, Mund, Lippen, Bauchspeicheldrüse, Niere, Blase, Gebärmutter
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall, Arteriitis der unteren Gliedmaßen, Aneurysmen, Arterielle Hypertonie)
  • Atemwegserkrankungen (Chronische Bronchitis, Ateminsuffizienz, Emphysem)
  • Erektionsstörungen
  • Gastritis
  • Magengeschwüre
  • Diabetes Typ 2
  • Hoher Cholesterinspiegel
  • Hypertriglyceridämie
  • Hautausschläge
  • Schuppenflechte
  • Lupus
  • HNO- und Zahninfektionen
  • Grauer Star
  • Makuladegeneration, Erblindung
  • Parodontitis, Zahnausfall

Passivrauchen

Passivrauchen ist das ungewollte Einatmen von Rauch. Um die Auswirkungen zu verstehen, sollte man wissen, dass es drei Rauchtypen gibt:

  • Der Rauch, der direkt eingeatmet wird, wird als aktives Rauchen bezeichnet.
  • Der Nebenstromrauch ist der Rauch, der direkt von der Zigarette kommt. Hierbei handelt es sich um Passivrauchen, was besonders gefährlich ist für Nicht-Raucher, weil der Rauch nicht gefiltert wurde.
  • Der Hauptstrom ist der Strom, der vom Raucher ausgeatmet wird, er ist weniger schädlich.

Passivrauchen Kinder

Quelle: https://www.aponet.de/

In vielen Fällen sind Kinder die Opfer des Passivrauchen. Für sie können die Konsequenzen schwerwiegend sein, da sie verletzlicher sind. Ihre Immunsysteme sind noch nicht ausreichend entwickelt.

Es gibt zwei Formen von Passivrauchen. In dem ersten Fall ist der Fötus dem Rauch seiner qualmenden Mutter ausgesetzt. Der zweite Fall betrifft das ungewollte Einatmen von Rauch.

Symptome von Tabakrauchen gibt es viele:

  • Juckende und tränende Augen
  • Schwellungen und Rötungen der Schleimhäute
  • Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühl
  • Atemlosigkeit
  • Müdigkeit

Einige Krankheiten können ebenfalls hierdurch entstehen:

  • Krebs
  • Schwangerschaftskomplikationen (Fehlgeburt, Eileiterschwangerschaft, Frühgeburt)
  • Plötzlicher Kindstod (die Wahrscheinlichkeit ist bis zu 2-3 Mal höher als ohne Tabak)
  • Atemprobleme (Infektionen der oberen (Nasenschleimhautentzündung, Mandelentzündung, Sinusitis, Otites, Kehlkopfentzündung) und unteren (Bronchitis, Bronchiolitis…) Atemwege, Asthma-Erkrankungen)
  • Chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) und Lungenkrebs: es handelt sich hierbei um 85 / 90 % der Todesursachen durch Rauchen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Um Nicht-Raucher aber auch Raucher zu schützen, werden die Rechtsvorschriften ständig weiterentwickelt. Seit 2006 ist es verboten an öffentlichen geschlossenen Orten und am Arbeitsplatz zu rauchen.

Wie schützt man sich und seine Kinder?

Wenn Sie Nicht-Raucher sind, vermeiden Sie Orte, an denen geraucht wird – vor allem geschlossene Räume. Lassen Sie sich nicht von Lüftungssystemen täuschen: sie absorbieren nur den sichtbaren Rauch, nicht aber die Schadstoffe. Wenn Sie selbst rauchen, halten Sie Abstand von Ihren Kindern, während Sie rauchen und vermeiden Sie das Rauchen im Haus. Im Idealfall versuchen Sie, mit dem Rauchen aufzuhören, bereits 20 Minuten nach Ihrer letzten Zigarette werden Sie die ersten positiven Effekte bemerken und Ihre Kinder werden Ihnen danken. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Ihnen beim Aufhören helfen können: Kaugummi, Lutschtabletten, Nikotinpflaster, Hypnose, Magnetismus, Sophrologie, die Hilfe einer Fachkraft, eine e-Zigarette oder ein intelligentes Feuerzeug etc. Wählen Sie einfach die für Sie passende Methode aus.

Für mehr Informationen über mögliche Folgen des Tabakkonsums und zum Aufhören besuchen Sie einfach die Seite https://www.rauchfrei-info.de/.

Quellen: http://www.stop-tabac.ch/fr/les-effets-du-tabagisme-sur-la-sante/tabagisme-passif, http://www.pharmacie-vivre-sans-tabac.ch/fr/page-dacceuil/facts/fumee-et-sante/tabagisme-passif.html, https://www.tabac-info-service.fr/Le-tabac-et-moi/Les-effets-nefastes-du-tabac-pour-moi/Les-risques-du-tabagisme-actif