Depression

Definition

Depression ist eine psychosomatische Krankheit, die sich durch eine Stimmungsstörung kennzeichnet, die oft ohne besonderen Grund auftritt. Sie beeinflusst die Stimmung, die Gedanken und das Verhalten des Körpers. Die betroffene Person empfindet keine Freude mehr, sondern nur noch Traurigkeit. Laut Definition spricht man von einer Depression bei mehr als 15 aufeinanderfolgenden Tagen Traurigkeit. Die Dauer einer Depression kann mehrere Wochen, Monate oder auch Jahre betragen. Es gibt verschiedene Schweregrade, die im schlimmsten Fall bis hin zum Selbstmord führen können.

Achtung, eine Depression ist nicht mit einer vorübergehenden Trauerphase zu verwechseln, die zum Beispiel oft nach dem Verlust eines Familienangehörigen eintritt.

Depression

Quelle: http://www.etat-depressif.com/

Zahlen und Fakten

Heute gibt es drei Millionen depressive Personen in Frankreich und 300 Millionen weltweit, von denen nur ungefähr ein Viertel behandelt wird. Es wurde ein Anstieg der Anzahl der an Depression erkrankten Personen festgestellt. Die Krankheit tritt in allen Berufsgruppen und Altersklassen auf. Jedoch ist festzustellen, dass doppelt so viele Frauen wie Männer an Depression erkranken. Die kritischen Phasen sind die Pubertät (ein Jugendlicher von 20), junge Mütter (10 bis 15% der Frauen) und Senioren (18%). Depression erhöht ebenfalls das Selbstmordrisiko. Es gibt jährlich 10.000 Todesfälle in Frankreich und 800.000 weltweit. Somit ist die Depression mit 70% die häufigste Ursache für Selbstmord. Obwohl diese Krankheit häufiger bei Frauen auftritt, sind es häufiger Männer, die den Selbstmord wählen.

Symptome

Die Liste der Symptome ist lang und kann je nach Patient variieren. Hier ist eine unvollständige Liste der häufigsten Symptome:

  • Traurigkeit
  • Angst
  • Gefühl der Hoffnungslosigkeit
  • Verlust der Motivation und des Entscheidungsvermögens
  • Müdigkeit
  • Negative Gedanken
  • Lustlosigkeit
  • Essstörungen (Anorexie, Bulimie)
  • Schlafstörungen
  • Das Gefühl wertlos zu sein
  • Körperliche Beschwerden (Rücken-, Kopf- und Bauchschmerzen)
  • Anfälligkeit für andere Krankheiten und Infektionen, da das Immunsystem geschwächt ist
  • Kognitive Störungen (Konzentrationsschwierigkeiten, Ermüdbarkeit)

Ursachen

Es gibt nicht nur einen Auslöser für Depressionen. Von Patient zu Patient sind die Ursachen unterschiedlich und manchmal nicht identifizierbar. Ursachen können sozial (Stress, Familienprobleme) oder genetisch bedingt sein. Ein Gen für Depression existiert nicht, aber unsere Genetik kann uns beeinflussen. Das Risiko einer Erkrankung steigt, wenn andere Familienmitglieder betroffen sind. Außerdem können Alkohol und Drogen ebenfalls Depressionen verursachen, genauso wie einige Medikamente Depressionen begünstigen. Diese Medikamente sind also auf jeden Fall von ehemals betroffenen Personen zu vermeiden. Chronische Krankheiten können auch zu Depressionen beitragen. Bei Frauen kann eine hormonelle Veränderung (Menstruation, Schwangerschaft, Wechseljahre) eine weitere Ursache sein.

Behandlung

Es gibt verschiedene Behandlungsmethoden. Die Psychotherapie ist oft von Medikamenten begleitet. Anxiolytika/Angstlöser oder Beruhigungsmittel sollen die Angst beruhigen und Antidepressiva die Depression heilen. Die Wirkung dieser Medikamente tritt erst nach einigen Wochen ein (zwischen drei und sechs Wochen). Diese Behandlung wird mehrere Monate aufrechterhalten. Zum Beenden einer Behandlung wird die Dosis nach und nach unter ärztlicher Aufsicht gesenkt, um einen Rückfall zu vermeiden. Ein Arzt kann ebenfalls eine prophylaktische Behandlung verschreiben. Personen mit anderen Krankheiten sollten außerdem vorsichtig sein, da einige Krankheiten Risiken darstellen können, wie zum Beispiel Epilepsie: Antidepressiva können Anfälle verursachen.

In jedem Fall sollten die Behandlungen sorgfältig und regelmäßig von einem Arzt verfolgt werden. Antidepressiva oder Anxiolytika dürfen auf keinen Fall abrupt abgesetzt werden; eine Senkung der Dosis unter ärztlicher Aufsicht ist notwendig, um den Körper zu entwöhnen. Zur korrekten Einhaltung der Einnahme von Antidepressiva, Anxiolytika oder Beruhigungsmitteln ist die Verwendung von Medikamentendosen sehr zu empfehlen.

Parallel zu Medikamenten und zur psychologischen Betreuung gibt es andere biologische Therapien, dessen Wirksamkeit zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht erwiesen ist, die allerdings eine interessante Unterstützung sein kann. Hier sind einige Beispiele:

  • Elektrokrampftherapie (EKT)
  • Transkranielle Magnetstimulation (TMS)
  • Johanniskraut
  • Homöopathie/Pflanzenheilkunde
  • Omega 3

Für mehr Informationen über diese Behandlungen, besuchen Sie die Seite etat-depressif.com (auf Französisch).

Quellen: http://www.france-depression.org/, http://www.etat-depressif.com/, http://www.passeportsante.net/