Parkinson: die Krankheit, die den Körper zittern lässt

Was ist die Parkinson-Krankheit?

Parkinson ist eine chronische, langsam fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die eine bestimmte Art von Nervenzellen zerstört, und zwar die dopaminproduzierenden Nervenzellen in der Substantia nigra des Gehirns. Diese Neurotransmitter sind unerlässlich für die Steuerung der Körperbewegungen, insbesondere der automatischen Bewegungen.

Nach der Alzheimer-Krankheit ist Parkinson die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung in Frankreich. Des Weiteren stellt sie eine Hauptursache für Behinderungen bei älteren Patienten dar.

Die Parkinson-Krankheit ist vor 45 Jahren äußerst selten und tritt gehäuft bei älteren Patienten um die 70 auf. 1 % der über 65-Jährigen sind betroffen. Insgesamt gibt es in Frankreich zwischen 100.000 und 120.000 erkrankte Personen und etwa 8.000 neue Fälle werden jedes Jahr gemeldet. Berücksichtigt man zudem die Alterung der Weltbevölkerung, so nimmt die Häufigkeit der Krankheit zu.

Ursachen

Die genauen Ursachen für den Zerfall der Nervenzellen sind ungewiss, doch das Alter ist und bleibt ein Hauptrisikofaktor. Das progressive Absterben von dopaminergen Nervenzellen könnte durch genetische und umweltbedingte Faktoren begünstigt werden.

Die Parkinson-Krankheit ist also nicht immer eine erbliche Krankheit. Jedoch gibt es ungefähr 5 % genetische Formen. Hinsichtlich der umweltbedingten Risikofaktoren ist anerkannt, dass eine frühe oder längere Exponierung mit chemischen Schadstoffen oder Pestiziden (darunter Unkraut- und Insektenbekämpfungsmittel) eine Rolle spielt.

Die Droge MPTP, mit der Heroin bisweilen verunreinigt wurde, kann auf plötzliche Weise eine schwere und irreversible Form von Parkinson auslösen. Das gilt auch für Vergiftungen durch Kohlenmonoxid oder Mangan.

Parkinson

Symptome

Bei Auftreten der Symptome besteht die Erkrankung im Durchschnitt bereits seit 5 bis 10 Jahren.

Die Diagnose der Parkinson-Krankheit beruht auf drei wesentlichen motorischen Symptomen. Sie müssen nicht unbedingt alle gleichzeitig auftreten und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Lange Zeit manifestieren sie sich asymmetrisch und betreffen nur eine Körperseite. Es handelt sich um:

  • Akinesie: das häufigste Anzeichen, langsame Umsetzung und Koordination von Bewegungen. Akinesie beeinträchtigt alle Alltagsaktivitäten, darunter das Gehen, kann jedoch gut behandelt werden. In der Regel sind die Anzeichen im Laufe des Tages aufgrund der Medikamente unterschiedlich stark oder schwach ausgeprägt. Rehabilitation durch Bewegungstherapie spielt eine große Rolle in der Behandlung.
  • Hypertonie, eine übermäßige Muskelstarre. Sie kann alle Muskeln des Körpers betreffen, einschließlich der Wirbelsäule, und führt hauptsächlich zu einer nach vorn gebeugten Haltung.
  • Zittern, insbesondere der Hände und Arme, tritt in Ruhesituationen auf und lässt bei einsetzender Bewegung nach. Das Zittern kann zeitweise auftreten und muss nicht systematisch vorhanden sein. Etwa 30 % der Patienten bleiben davon verschont. Es lässt sich wirksam mit Medikamenten korrigieren, kann jedoch bei Aufregung wiederkehren.

Je nach Fall können auch andere Symptome vorliegen:

  • Depression und Angst
  • Schwierigkeiten beim Schlucken
  • übermäßige Speichelbildung
  • kleine, sehr enge Schrift (Mikrographie) aufgrund von beeinträchtigter Fingerfertigkeit
  • zittrige, ausdruckslose Stimme und Schwierigkeiten, sich zu artikulieren
  • Fehlen von Mimik mit vermindertem oder fehlendem Lidschlag
  • schuppige und fettige Gesichtshaut
  • Harninkontinenz
  • Verwirrtheit, Gedächtnisverlust und andere recht schwere mentale Störungen, die eher spät im Krankheitsverlauf auftreten
  • Schwierigkeiten beim Verändern der Haltung; beispielsweise kann Aufstehen aus dem Bett oder Sessel schwierig werden. In bestimmten Fällen kann sich der Patient gar nicht mehr bewegen.

Behandlungsmöglichkeiten

Heutzutage kann man mit den erhältlichen Medikamenten die Symptome durchaus wirkungsvoll verringern und das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen. Auf diese Weise kann man mit Parkinson mehrere Jahre leben.

Es gibt zwar keine Therapie zur Heilung der Parkinson-Krankheit, aber es ist möglich, durch Anwendung von Medikamenten und auch durch bestimmte Maßnahmen in Bezug auf die Lebensweise die Symptome zu lindern.

Trotz der Verfügbarkeit medikamentöser Behandlungen empfiehlt es sich zusätzlich, die Lebensweise anzupassen, um den Alltag der Patienten zu erleichtern:

  • aktiv bleiben
  • sich selbst Ruhephasen gönnen
  • Stürze vermeiden

Durch Medikamente wird das fehlende Dopamin zugeführt:

  • Levodopa bzw. L-Dopa ist eine Vorstufe von Dopamin, die nach der Verabreichung in Dopamin umgewandelt wird.
  • Dopaminagonisten imitieren die Wirkungen von Dopamin.
  • Monoaminoxidase-B-Hemmer (IMAO-B) wie Selegilin und Rasagilin können gleich zu Beginn der Erkrankung verordnet werden.
  • Anticholinergika (Benzotropin, Trihexyphenidyl) tragen zur Verminderung des Zitterns bei bestimmten Patienten bei, indem sie das Gleichgewicht zwischen Dopamin und Acetylcholin im Gehirn wieder herstellen.
  • Catechol-O-Methyltransferase (COMT)-Hemmer verlängern die Wirkung der Behandlung mit Carbidopa-Levodopa durch Blockierung des Enzyms, das Levodopa abbaut.
  • Amantadin, ein antivirales Arzneimittel, das für die Behandlung von Grippe entwickelt wurde, hat bei Parkinson-Patienten günstige Wirkungen gezeigt.

Wie bei jeder Therapie ist eine strikte Einhaltung des Behandlungsplans ausschlaggebend. Geeignete Medikamentenspender (hinsichtlich Form, Fassungsvermögen, Größe, Öffnungskomfort) sind bei Pilbox erhältlich. Das französische Unternehmen widmet sich seit über 20 Jahren der Verbesserung der Therapietreue.

Forschung

Die Ursachen der Parkinson-Krankheit sind noch wenig bekannt, aber Fortschritte in der Forschung haben in den letzten beiden Jahrzehnten eine deutliche Verbesserung der Therapien ermöglicht. Parkinson ist das am besten erforschte Hirnsyndrom in Frankreich, wo die Forschung auf diesem Gebiet sehr aktiv ist.

Eine große Herausforderung für die Forschung besteht heute darin, Möglichkeiten zur Früherkennung der Krankheit zu finden. Wie bereits oben erwähnt, zeigen sich die Symptome nämlich erst dann, wenn ein Großteil der Nervenzellen bereits zerstört ist. Durch frühzeitige Diagnose könnte man sicherlich letztlich den Verlauf der Erkrankung weit vor dem Stadium, in dem sie heute erkannt wird, verlangsamen bzw. aufhalten.

Quellen: inserm.fr, passeportsante.net, franceparkinson.fr