Asthma – eine „atemraubende“ Krankheit

Was ist Asthma?

Asthma ist eine häufig vorkommende chronische Krankheit, an der in Frankreich über 4 Millionen Menschen leiden. Es handelt sich um eine chronische Entzündung der Bronchien, die sich meist in Form von Anfällen manifestiert – unterbrochen von Phasen mit normaler Atmung. Bei manchen Menschen sind die Atembeschwerden dauerhaft. Die äußeren Anzeichen der Krankheit sind Schwierigkeiten beim Atmen, Kurzatmigkeit, pfeifende Atmung oder ein Druckgefühl im Brustkorb.

Asthma kann folgenschwer sein, wenn es nicht oder nicht richtig behandelt wird. Gesellschaftlich gesehen verursacht die Krankheit beträchtliche Kosten, da sie jährlich 600.000 Krankenhaustage, 7 Millionen krankheitsbedingte Fehltage und fast 2.000 Todesfälle verursacht. Darüber hinaus beeinträchtigt sie die Lebensqualität erheblich, beispielsweise durch Schlaflosigkeit, Aktivitätsverlust und Fehlen in der Schule oder am Arbeitsplatz.

Ursachen

Die genauen Ursachen sind ungeklärt, aber allem Anschein nach wird Asthma durch das Zusammentreffen von zwei verschiedenen Faktoren verursacht:

  • prädisponierende, angeborene Faktoren, also die Veranlagung
  • begünstigende immunologisch-allergische, psychologische oder umweltbedingte Faktoren

Asthma geht in ungefähr 80 % aller Fälle mit Atemwegsallergien einher. Allergische Erkrankungen nehmen zu: Laut Schätzungen der WHO wird im Jahr 2050 die Hälfte der Weltbevölkerung an einer Allergie leiden.

Bei Menschen mit Asthma ist eine Überempfindlichkeit (Hyperreagibilität) der Bronchien gegenüber mindestens einer Substanz festzustellen. Bestimmte Formen von Asthma werden bisweilen unter ganz bestimmten Bedingungen ausgelöst, zum Beispiel am Arbeitsplatz, bei Kontakt mit einem Tier oder beim Spaziergang auf dem Land zur Pollenflugzeit. Dabei handelt es sich um intermittierendes Asthma. In anderen Fällen dauert die Asthmaerkrankung das ganze Jahr über an und man spricht von persistierendem Asthma, das unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Die Ursachen für Asthma sind oft vielfältig.

Zu den prädisponierenden Faktoren gehören familiäre Vorbelastung oder genetische Veranlagung, allergische Rhinitis in der Kindheit, allergische Bindehautentzündung, aber auch Frühgeburt und wiederholte Bronchiolitis in der Kindheit.

Bei einem Arztbesuch, der ein eingehendes Gespräch und eine klinische Untersuchung umfasst, kann man den Schweregrad des Asthmas feststellen und nach Ursachen suchen. Mithilfe von Atemtests und Hauttests wird bestimmt, ob das Asthma auf eine Allergie zurückzuführen ist.

Bronchio währond eines Asthmaanfalls

Asthmaanfall

Ein Asthmaanfall (auch Episode akuter Atemnot genannt) äußert sich durch Schwierigkeiten beim Atmen mit Husten und pfeifender Atmung. Zahlreiche Allergene können Asthmaanfälle auslösen, darunter Hausstaubmilben, Haustierhaare (Katze, Hund, Kaninchen, Hamster...), Pollen, Schimmel, Luftschadstoffe (Autoabgase, Tabakrauch) und sogar bestimmte Lebensmittel. Wenn diese Substanzen in die Atemwege eindringen, greifen sie die Zellen an, welche die Innenwände der Bronchien auskleiden:

  • Die umgebenden Muskeln der Bronchien ziehen sich zusammen, was den Platz für die durchströmende Atemluft verringert.
  • Das Gewebe, das die Innenseiten der Bronchien auskleidet, die so genannte „Bronchialschleimhaut“, wird gereizt.
  • Diese Schleimhaut produziert dann ein Sekret namens „Bronchialschleim“, das den verfügbaren Platz für den Luftstrom noch weiter einschränkt.

Die Abstände zwischen den Anfällen können mehrere Stunden, Tage oder sogar Monate betragen. Zwischen zwei Anfällen ist die Atmung oft normal.

Behandlungsmöglichkeiten

Asthma lässt sich nicht heilen, sondern bleibt lebenslang bestehen. Es gibt jedoch wirksame Therapien, mit denen Asthmatiker ein ganz normales Leben führen können.

Dazu gehören zwei Arten von Medikamenten:

  • Bedarfs- oder Notfallmedikamente haben eine sofortige lindernde Wirkung, können aber die Entzündung der Bronchien nicht abmildern. Schnell wirkende bronchienerweiternde Medikamente (Bronchodilatatoren) wirken, indem sie gelegentliche oder akute Symptome lindern.
  • Entzündungshemmende Medikamente zur Dauerbehandlung, die auch als „Controller“ bezeichnet werden, können die Entzündung der Bronchien eindämmen und die Abstände zwischen den Anfällen vergrößern. Kortikosteroide vermindern die Entzündung der Atemwege und folglich die Bildung von Bronchialschleim. Langfristig wirksame Bronchodilatatoren werden als Begleittherapie verschrieben, wenn inhalierte Kortikosteroide allein die Asthmasymptome nicht ausreichend kontrollieren.

Trotz der Wirksamkeit der Medikamente gelingt es jedoch sechs von zehn Asthmapatienten nicht, ihre Symptome zu kontrollieren. Die Hauptgründe hierfür sind mangelhafte Kenntnisse über die Krankheit, Angst vor Nebenwirkungen und vergessene Einnahmen. Sicherlich ist es manchmal schwierig, einen Behandlungsplan zu befolgen, wenn man den Eindruck hat, nicht krank zu sein und abgesehen von den Anfällen tatsächlich keine Symptome auftreten. Die Einhaltung des verordneten Einnahmeplans ist jedoch unabdingbar, um sich im Alltag wohl zu fühlen und Anfällen vorzubeugen. Um Patienten bei der regelmäßigen Medikamenteneinnahme zu unterstützen und ihnen den Alltag zu erleichtern, bietet Pilbox ein großes Sortiment an Medikamentenspendern an, das auf deren Bedürfnisse und Therapien zugeschnitten ist.

Die Anwendung eines Sprays ist nicht immer einfach und bringt nicht immer die beabsichtigte Wirkung. So muss man die verschiedenen Vorgänge von Sprühstoß und Einatmen aufeinander abstimmen. Inhalatoren scheinen einfach in der Anwendung zu sein und trotzdem wenden zahlreiche Patienten – Erwachsene ebenso wie Kinder – sie nicht ordnungsgemäß an. Zur Optimierung der Anwendung des Medikaments als Dosierspray wird insbesondere bei Kindern dringend empfohlen, eine Inhalierhilfe zu verwenden. Das ermöglicht die korrekte Abgabe der verordneten Dosis, um das Medikament direkt in die Bronchien zu verabreichen, wo es auch wirken soll. Stiplastics bietet VisionAIR Plus an: eine kompakte, antistatische Vorrichtung mit einem zweiten Ventil, das die ordnungsgemäße Durchführung der Inhalation überprüft.

VisionAIR Plus

VisionAIR Plus - die Inhalierhilfe von Stiplastics

Patientenschulung

Zahlreiche Gesundheitsexperten sind sich darin einig, dass die beste Therapie darin besteht, den Patienten aktiv in seine Behandlung einzubeziehen.

Angehörige der Gesundheitsberufe (Ärzte, Pflegepersonal, Apotheker, Physiotherapeuten) bieten Schulungsmaßnahmen für Asthmatiker und ihre Angehörigen an, damit sie die Krankheit besser verstehen, im Alltag besser damit zurechtkommen und wissen, wie sie in schwierigen Situationen reagieren sollten.

Quellen: inserm.fr, passeportsante.net, sciencesetavenir.fr, asthme-allergies.org