Arterielle Hypertonie: stille Schmerzen

Definition

Die arterielle Hypertonie (AHT), auch als Bluthochdruck bekannt, gehört zu den häufigsten Herz-Kreislauferkrankungen und ist außerdem die primäre vermeidbare Ursache für Herz-Kreislauferkrankungen und Schlaganfälle. Weltweit ist einer von drei Erwachsenen davon betroffen. In Frankreich leiden über 14 Millionen Menschen an einer AHT.

Beim Krankheitsbild Bluthochdruck ist der Druck in den Blutgefäßen dauerhaft erhöht, was zu einer Schädigung führen kann. Mit jedem Herzschlag pumpt das Herz Blut in die Gefäße, das dann in alle Körperteile transportiert wird. Ein hoher Blutdruck entsteht durch den Druck des Bluts gegen die Wände der Blutgefäße (Arterien), während es vom Herzen gepumpt wird. Je höher der Druck, desto mehr muss das Herz pumpen und desto größer ist das Risiko für eine Schädigung des Herzens und der Blutgefäße von wichtigen Organen, wie beispielsweise das Gehirn und die Nieren.

Bei den meisten Personen mit Hypertonie treten keine Symptome auf. Deshalb spricht man auch vom „stillen Tod“. Dennoch kann sich eine Hypertonie über verschiedene Symptome manifestieren: Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Schwindel, Brustschmerzen, Herzklopfen und Nasenbluten.

Meist lässt sich der Blutdruck über Maßnahmen in Zusammenhang mit Gesundheit und Ernährung, ggf. in Verbindung mit einer medikamentösen Behandlung, kontrollieren. Dennoch sprechen bestimmte Patienten nicht auf diese Behandlungen an. Die derzeit sehr aktive Forschung beschäftigt sich genau mit dem Phänomen des ausbleibenden Ansprechens und der Entwicklung neuer Therapien.

Die AHT führt durch den dauerhaften mechanischen Druck auf die Arterienwände zu Anomalien und zu deren Versteifung. Zu den am häufigsten betroffenen Arterien zählen jene, die das Gehirn (Halsschlagader), das Herz (Koronararterien), die Nieren oder auch die unteren Gliedmaße mit Blut versorgen. Bei einer arteriellen Hypertonie erhöht sich folglich das Risiko für einen Schlaganfall, eine ischämische Kardiopathie (Angina pectoris, Myokardinfarkt), eine Verschlusskrankheit der unteren Extremitäten (Verengung der Arterien, die die Beine mit Blut versorgen) und eine chronische Niereninsuffizienz mit einer möglichen Dialyse als Konsequenz. Die verschiedenen Komplikationen treten nur selten unmittelbar auf. Die Schwere der Hypertonie steht mit langfristigen Folgen für die verschiedenen Organe in Zusammenhang.

 

Grundlegende Komplikationen in Zusammenhang mit einer arteriellen Hypertonie

Grundlegende Komplikationen in Zusammenhang mit einer arteriellen HypertonieQuelle: inserm.fr

 

Prävention und Behandlung: Eine regelmäßige Kontrolle ist notwendig

Eine arterielle Hypertonie wird über einen Blutdruck von 140 mmHg oder höher für den systolischen Blutdruck (SBD) oder 90 mmHg und höher für den diastolischen Blutdruck (DBD) nach mehreren wiederholten Blutdruckmessungen charakterisiert. Die Systole entspricht dem Blutdruck zum Zeitpunkt, an dem sich das Herz zusammenzieht und das Blut über die Aorta und die Lungenarterie in die Arterien in Richtung Lunge pumpt. Die Diastole entspricht dem Blutdruck zum Zeitpunkt, an dem die Ventrikel dilatieren, damit das Blut über die Hohl- und Lungenvenen in die Vorhöfe gelangen kann. Im Laufe des Tages ändert sich der Blutdruck. Am Morgen und bei Ruhe ist er niedriger und im Laufe des Tages höher. Außerdem steigt er auch unter dem Einfluss mehrerer Parameter an: körperliche Aktivität, Kälte, emotionale Belastung, Stress, usw. Aus diesem Grunde sollte die Diagnose einer Hypertonie über wiederholte Maßnahmen bei drei aufeinanderfolgenden Terminen über einen Zeitraum von 3 bis 6 Monaten bestätigt werden. Um die Diagnose zu bestätigen, kann der Arzt auch Blutdruckmessungen zu Hause verlangen.

Auch wenn bestimmte Studien gezeigt haben, dass der Verzehr von dunkler Schokolade möglicherweise zu einer Senkung des Blutdrucks führt, kann dieses Verfahren heutzutage leider nicht die regelmäßige Kontrolle und einen gesunden Lebensstil ersetzen! Natürlich können das Aufhören mit dem Rauchen, eine gesunde Ernährung, regelmäßige sportliche Aktivität, die Vermeidung von schädlichem Alkoholkonsum oder selbst die Reduktion des Salzkonsums eine positive Auswirkung haben und den Blutdruck begrenzen. Dennoch reicht dies nicht, zusätzlich ist eine medikamentöse Behandlung erforderlich. Außerdem kommen noch weitere Faktoren ins Spiel, wie beispielsweise:

  • Das Alter: Das Risiko für eine arterielle Hypertonie steigt mit dem Alter und liegt bei Personen im Alter von 65 Jahren bei 40 % und im Alter von 85 Jahren bei 90 %.
  • Ethnischer Ursprung: Personen von den Antillen und aus dem südlichen asiatischen Raum sind am ehesten gefährdet, eine arterielle Hypertonie zu entwickeln.
  • Familiärer Hintergrund: Das Risiko ist größer, wenn die Familienmitglieder des Patienten bereits eine Hypertonie hatten oder haben.

Die arterielle Hypertonie ist nicht heilbar, lässt sich aber kontrollieren. Ziel der verschiedenen Behandlungen ist die Normalisierung des Drucks in Ruhe und bei Anstrengung.

Die Medikamente zur Einstellung eines normalen Blutdrucks werden Blutdrucksenker genannt. Es gibt mehrere Therapieklassen, in denen sich bestimmte Medikamente zur Kumulierung ihrer Wirkung zusammenfassen lassen:

  • Thiaziddiuretika wirken in der Niere und begünstigen die Ausscheidung von Wasser und Salz.
  • Betablocker hemmen die stimulierende Wirkung von Adrenalin auf das Herz, verlangsamen die Herzfrequenz und begrenzen die Intensität des Blutdrucks auf die Arterienwände.
  • Kalziumantagonisten verhindern, dass Kalzium in die Muskelzellen der Arterien gelangt, sie führen zu einer Gefäßerweiterung und somit zum Absinken des Blutdrucks.
  • Angiotensin-Converting-Enzyme-Hemmer (ACE) und Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB) hemmen beide das beim Blutdruck involvierte Renin-Angiotensin-System.
  • Und schließlich wirken Alpha-Rezeptorblocker auf die Alpha-I-Rezeptoren der Zellen, aus denen sich die Wand der Blutgefäße zusammensetzt. Sie werden am häufigsten beim Scheitern von mindestens zwei anderen Behandlungen verschrieben.

Heute ist zur medizinischen Behandlung der arteriellen Hypertonie meist nur eine einzige Einnahme pro Tag erforderlich, die ausreicht, um die Druckkontrolle 24 Stunden lang sicherzustellen. Bei unzureichender Kontrolle erfolgt die Ergänzung mit einem zweiten Medikament manchmal in Form einer „festen Kombination“: zwei verschiedene Blutdruckmedikamente mit komplementärer Wirkung in einer Tablette (zum Beispiel: Diuretikum und ACE-Hemmer). So ändert sich die Posologie nicht. Es besteht lediglich das Risiko, die Einnahme zu vergessen... Das hört aber auf, wenn sich der Patient mit einem Medikamentenspender ausstattet, mit dessen Hilfe er seine Behandlung organisieren kann. Fehlende Anzeichen und Symptome einer AHT machen die Einhaltung nicht leichter. Trotzdem ist die tägliche Behandlung wichtig, damit sie wirksam sein kann.

Manche Patienten sprechen trotz vier möglichen therapeutischen Klassen, einschließlich eines Diuretikums, auf keine Behandlung an. Hier spricht man von einer resistenten Hypertonie. Laut Studien sind zwischen 10 und 30 % der Hypertonie-Patienten betroffen.

Beim Thema arterielle Hypertonie wurden wichtige therapeutische Fortschritte erzielt, doch eine gesunde Lebensweise ist weiterhin von wesentlicher Bedeutung.

Quelle: ameli-sante.fr, inserm.frwho.int

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