Typ-I-Diabetes

Diabetes ist eine chronische Erkrankung mit einer anormalen Erhöhung des Blutzuckerspiegels im Blut, eine Hyperglykämie, aufgrund von Problemen mit der Verarbeitung, der Verwendung und Ablagerung des mit der Ernährung aufgenommen Zuckers.

Eine solche Autoimmunreaktion kann mit prädisponierenden Genen und Umweltfaktoren in Zusammenhang gebracht werden. Es gibt 2 Typen: Typ-I-Diabetes und Typ-II-Diabetes.

In Frankreich gibt es über 3 Millionen Diabetiker, das sind 5 % der französischen Bevölkerung. Bei 10 % der Diabetesfälle handelt es sich um einen Typ-I-Diabetes.

Was ist ein Typ-I-Diabetes?

Bei Typ-I-Diabetes liegt eine unzureichende Insulinausschüttung der Bauchspeicheldrüse zugrunde, da diese nach und nach die Beta-Zellen zerstören, in denen die Langerhans-Inseln das Insulin synthetisieren. Beim Insulin handelt es sich um ein von bestimmten Bauchspeicheldrüsenzellen hergestelltes Hormon. Es befindet sich dauerhaft im Blut. Seine Rolle besteht darin, den Blutzuckerspiegel bei etwa 1 g/l im Blut zu halten, da die Zuckeraufnahme wichtig ist. Somit produziert die Bauchspeicheldrüse nach einer Mahlzeit mehr Insulin, um den Zuckerspiegel im Blut auf einem normalen Wert zu halten. Im Rahmen der Regulierung des Blutzuckerspiegels begünstigt das Insulin die bedarfsgerechte Zuckeraufnahme in den Zellen des Organismus (zum Beispiel Muskelzellen bei sportlicher Betätigung). Bei Bedarf ermöglicht das Insulin die Ablagerung des nicht vom Organismus benötigten Zuckers in der Leber oder in Fettzellen.

Dieser Diabetestyp entsteht im Allgemeinen schon im Kindes- und Jugendalter vor dem Erreichen von 20 Jahren. Neben der genetischen Prädisposition lässt sich die konstante Zunahme dieser Erkrankung mit Übergewicht und Fettleibigkeit erklären.

Typ-I-DiabetesQuelle: docteurclic.com

Beim Typ-II-Diabetes reagiert der Blutzucker nicht mehr auf das von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttete Insulin. Die Glukose wird somit nicht optimal von den Zellen aufgenommen, was den Anstieg des Blutzuckerspiegels über den Normalwert erklärt. Diese Diabetesform manifestiert sich im Allgemeinen ab einem Alter von 40 Jahren, doch immer häufiger wird die Erkrankung auch bei übergewichtigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen festgestellt.

Behandlung

Die Diagnose der Erkrankung erfolgt über die Erkennung der im Blut zirkulierenden Antikörper bei Personen, bei welchen der Blutzucker erhöht ist. Dieses Diagnosewerkzeug ermöglicht die Unterscheidung dieser Diabetesform von anderen und eine daraus resultierende angepasste Behandlung. Die einzige derzeit mögliche Behandlung ist die Versorgung mit Insulin in Form von Injektionen über eine Insulinpumpe.

Die Insulintherapie ist eine aufwändige Behandlung, die eine therapeutische Schulung erfordert: Der Blutzuckerspiegel muss mehrmals täglich durch Stechen in den Finger gemessen und die zu indizierenden Insulindosen müssen angepasst werden. Eine solche Schulung ist unbedingt erforderlich, um insbesondere das Risiko einer Hypoglykämie zu begrenzen. Die Einhaltung der Behandlung, die sehr rasch im täglichen Leben zu einer Belastung werden kann, ist jedoch entscheidend, um jegliche Form von Komplikationen zu vermeiden. Für den Fall eines Absinkens des Therapiewertes auf unter 50 % gibt es Möglichkeiten, um die entsprechende Behandlung zu unterstützen: ein Notizbuch für die Überwachung, ein Blutzuckermessgerät, usw.

Betreuung

Langfristig gesehen kann eine unzureichende Kontrolle des Blutzuckers zu schwerwiegenden Komplikationen über mehrere Jahre nach Beginn eines solchen Ungleichgewichts führen (oft nach 10 bis 20 Jahren). Diese Komplikationen betreffen im Wesentlichen das Herz und die Blutgefäße, die als erstes durch einen übermäßigen und dauerhaften Blutzuckerspiegel beeinträchtigt werden. Der Diabetes führt folglich zu vaskulären Läsionen, die das Risiko für eine Arteriensklerose, einen Myokardinfarkt, Schlaganfall oder sogar eine Arterienentzündung in den unteren Gliedmaßen erhöhen. Der Diabetes führt außerdem zu Veränderungen in den Nieren, der Nerven der unteren Gliedmaße und der Netzhaut. Eine regelmäßige Überwachung ist somit im Rahmen verschiedener Untersuchungen unerlässlich. Dazu zählen folgende:

  • eine Augenuntersuchung mit Prüfung der Sehschärfe um mögliche Komplikationen hinsichtlich der Augen mindestens einmal pro Jahr erkennen zu können,
  • eine Kontrolle der Zähne einmal pro Jahr, da das Infektionsrisiko erhöht ist,
  • ein Lipidtest und bei Bedarf eine kardiovaskuläre Untersuchung,
  • eine biologische Nierenuntersuchung um erste Anzeichen einer Nierenschädigung zu erkennen.

Quellen: Institut Pasteur de Lille, ameli.frinserm.fr

Einschränkungen und Fortschritte

Die derzeitige Forschung hat das primäre Ziel einer möglichen Erkrankungsprävention in den kommenden Jahren. Man geht davon aus, dass trotz der Einschränkungen einer Insulintherapie die Personen mit dieser Erkrankung eine Lebenserwartung haben werden, die der von anderen entspricht.

Quelle: sciencesetavenir.fr

Die wesentliche Einschränkung von Diabetikern besteht sicher aufgrund der wiederholten Insulininjektionen. Nordamerikanische Forscher haben daher ein Hautpflaster entwickelt und untersucht, das mit Mikronadeln, die Bläschen enthalten, versehen ist. Das Pflaster (Dicke 6 mm) setzt sich aus Konusspitzen zusammen, die von den Bläschen überragt werden. Diese haben einen Durchmesser von 108nm und sind somit kaum dicker als eine Wimper. Trotzdem sind sie ausreichend solide, um in die Oberhaut einzudringen.

Quelle: sciencesetavenir.fr

Termin bitte vormerken

14. November, Weltdiabetestag: Information, Versorgung, Prävention

Dieser Tag wird in 150 Ländern gefeiert, in Gedenken an Frederick Banting, der zusammen mit Charles Best als erster die der Entdeckung des Insulins zugrunde liegende Theorie im Jahr 1922 entwickelt hat.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite der französischen Diabetes-Föderation zu finden: www.afd.asso.fr/

Die Einnahme unterwegs erleichtern

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